Philippinen 2004/2005
(Autor: Peter & Claudia Bonek)
Um den Winter zu entfliehen beschlossen wir dieses Mal mit Kindern für
3 Wochen auf die Philippinen zu fliegen, also kein reiner Tauchurlaub. Wir haben die
Inseln die wir besuchten nach folgenden Kriterien ausgesucht: 1. schönes Tauchen, 2.
Schnorcheln für Kinder, 3. andere Aktivitäten wie Wandern möglich, 4. Orte, wo nicht
viele Leute hinfahren. Daher begannen wir unsere Reise im Westen der Insel Negros,
nämlich in Sipalay. Zu erreichen ist Sipalay von Bacolod, der Hauptstadt von Negros, in 3
Stunden mit einem vom Resort organisierten Minibus. Dort wohnten wir im Easy Diving Beach
Resort (www.sipalay.com)
wo ein Schweizer 9 ganz neue Bungalows baute, die an einem wunderschönen weißen
Sandstrand mit direkt vorgelagerten Riff zum Schnorcheln und Tauchen liegen. Das schöne
Schnorchelriff ist über einen 100m langen Steg über die Korallen erreichbar. Das Tauchen
dort ist ganz persönlich und flexibel, meist sind nur 1 oder 2 Taucher mit einem
Tauchguide unterwegs (für uns sehr praktisch da wir uns der Kinder wegen immer
abwechselten). Trotzdem kosten die Tauchgänge mit eigener Ausrüstung nicht mehr als 21
USD. Das Highlight der Region sind wunderschöne Weich- und Hartkorallen. Fische gibt es
auch, aber da haben wir woanders schon mehr, größere und schönere gesehen. Aber
Geistermuränen, Oktopus und viele, viele Clownfische waren die Besonderheiten. Der
Höhepunkt hätte ein Tagestrip zu Turtle Island, einem Marine Sanctuary, sein sollen. Da
Jannis in der Nacht aber krank wurde, haben wir den Vormittag im Spital verbracht (auch
eine interessante Erfahrung). Wir haben aber auch schöne Nachttauchgänge gemacht. Dort
sahen wir zum ersten Mal Salpen (Salpen gehören wie die Seescheiden zu den Manteltieren.
Sie gleiten glashell und durchsichtig in ganzen Ketten oder als Einzeltiere durch die
Meere. Sie haben ein tonnenförmiges Aussehen. Um den Körper ziehen sich zarte
Muskelbänder, die entweder reifenartig geschlossen, oder bandförmig und oft nicht ganz
umlaufend sind. Salpen schwimmen unter rhythmischer Kontraktion hufeisenförmiger oder
ringförmiger Muskelbänder, die zum Teil nur auf einer Seite des Körpers liegen. Die
Kontraktion dieser Bänder treibt das Wasser, das durch die Mundöffnung in den Kiemendarm
hereingeströmt ist, durch das hintere Ende des Körpers aus, so dass sich das Tier mit
einer Art Düsenantrieb vorwärts bewegt.)

Bevor wir uns zu sehr an Sand, Sonne und Meer gewöhnten fuhren wir ins
Landesinnere zum Mt. Kanlaon, wo es kleine (kindgerechte) Wanderungen zu Wasserfällen
gibt. Auch gibt es dort einen Canopy Walk, heiße Quellen, etc. Es war gerade der 25.
Dezember und daher ziemlich viele philippinische Touristen, aber keine westlichen.

Unsere nächste Insel war Camiguin im Norden von Mindanao. Dort
tauchten wir mit dem Camiguin Action Team (www.camiguinaction.com). Ein kleines Adventure Team, das Tauchen,
Canjoning, Reiten usw. anbietet. Das Tauchem mit Barbie und Diggi war spitze. Viele
unterschiedliche Tauchplaetze mit vielen Fischen. Am besten gefiel uns der Tauchplatz OLD
VOLCANO der eine einzigartige Unterwasserlandschaft zeigt. Gesehen haben wir extrem viele
verschiedene Nacktschnecken, aber es gab auch Snapper, Sweetlips, junge Fledermausfische,
freischwimmenden Muränen, Schlangen und eine Spanische Tänzerin. Gewohnt haben wir im
Caves Dive Resort, wo auch die Tauchbasis ist, in einfachen einzelstehenden Bungalows
direkt an einem schwarzen Sandstrand. Dafür gabe es am Tagesausflug mit 2 Tauchgängen
nach Mantigue Island genug weißen Sand. Sonst ist das Tauchen auch sehr flexibel und den
Bedürfnissen der Gäste angepaßt. Aber die Insel Camiguin hat noch viel mehr zu bieten
außer Tauchen. Wir wanderten viel durch Reisfelder und kleine Orte zu Wasserfällen oder
heiße Quellen. Die Leute sind alle sehr freundlich, holen z.B. eine Kokusnuß für uns
herunter zum Trinken und Essen, oder unsere Kinder können mit anderen Kindern auf der
Straße Basketball spielen. Man kann auch beobachten wie Wasserbüffel das Reisfeld
bearbeiten. So wurden die Wanderungen nicht langweilig. Einmal machten wir auch als
Tagesausflug eine Inselüberquerung durch den Regenwald auf ganz kleinen Pfaden bis zu
einem schönen Wasserfall.

Dann freuten wir uns schon auf unsere letzte Woche, die wir in Southern
Leyte verbringen wollten wo es angeblich um diese Zeit schon Walhaie gibt. Allerdings
stand uns da noch eine nächtliche Schiffahrt bis Cebu vor. Es war der 2. Jänner und das
Boot war mehr als voll, weil alle wieder zur Arbeit fuhren. In Cebu wechselten wir auf ein
Schnellboot das uns nach Leyte brachte und nach einer Stunde im Auto waren wir dort: im
Southern Leyte Dive Resort (www.leyte-divers.com). Dort hat Günther 4 Bungalows auf einem
schönen Sandstrand mitten unter Einheimischen gebaut. Das Wasser ist 10 Meter vom
Bungalow entfernt. Leider ist es bei Ebbe (und manchmal auch bei Flut) nicht möglich zu
schwimmen. Für Taucher kein Problem, weil die sind nur beim Tauchen, aber mit Kindern ist
es nicht so ideal. Wir waren zu dieser Zeit die einzigen Gäste und hatten sogar 2
Tauchguides. Wir machten immer Tagesausflüge mit 2 Tauchgängen wobei einer am Vormittag
und der andere am Nachmittag tauchte. Die Kinder hatten somit auch die Möglichkeit
Schnorcheln zu gehen. Walhaie sahen wir leider keine aber dafür viele andere interessante
Sachen: Anglerfische, Pygmieseepferdchen, Mandarinfisch, und natürlich die wie überall
auf den Philippinen wunderschönen Korallen. Auf den Bootfahrten konnten wir öfters
Delphine beobachten. Also auch hier sehr persönliches Services in kleine Gruppen mit
ausgezeichneten Tauchplätzen. Das einzige das wir auf den Philippinen nicht sahen waren
Großfische, aber die hatten wir letztes Jahr in Sipadan genug. Wir können nur jedem der
auch ein bißchen Land und Leute kennenlernen will die Philippinen zum Tauchen empfehlen.

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