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Sangat Island, Puerto Galera - Philippinen

(Autor: Sissi + Erich Lisy)

Es ist ziemlich dunkel, obwohl die Uhr erst Mittag zeigt. Draußen fahren Schneepflüge im Convoi und versuchen die Startbahn frei zu halten, was ihnen auch gelingt - und wir sitzen im Flieger und warten auf die Enteisung. Auch das ist geschafft und wir düsen ab, wir düsen in die Sonne. Air Emirates bringt uns mit einer Zwischenlandung in 13,5 Stunden reine Flugzeit nach Manila und da ist sie - die Sonne!!!

Nach der obligaten Nacht in Manila (internationale Flüge kommen nachmittags an, Domestic Flight sind zumeist in der Früh angesetzt - oder sie gehen auf Nummer sicher mit dem Gepäck) geht es weiter mit einem 18-Sitzer nach Palawan, nach Busuanga. Gewichtslimit sind hier 10 kg, der Rest ist gebührenpflichtig (geringer Betrag, aber Danke dem Reisebüro für die nicht erfolgt Info). Nachdem der Flug lediglich auf 9000 Fuß durchgeführt wird, hat man schon einen Eindruck, wie es aussehen wird.

Das war es aber noch nicht, es geht mit dem Bus über eine unbefestigte Straße (wie der Rest des Flughafens außer der Landebahn) und über naja sagen wir Brücken 1 Stunde weiter bis nach Coron und von dort 1 Stunde mit dem Auslegerboot nach Sangat Island.

Sangat liegt inmitten von hunderten Inseln, sodass man das offene Meer nicht sehen kann, allerdings in der Idylle pur. Auf der Insel, die typisch schroffe Felsenformationen und nur einen Strand hat, liegt das Sangat Island Reserve - eine winzige Hotelanlage mit nur 10 Cottages. Die Hütten (Cottages) sind witzig, idyllisch und recht einfach und haben leider auch nur Kaltwasserduschen (was bisher nirgends nachzulesen war). Das Essen, die Tauchbasis, die 10 Wracks, die betaucht werden, sind wirklich gut und insgesamt empfehlenswert. Die Nebenkosten sind sehr gering (Bier = 50 Pisos) und im Vollpensionspreis sind Tee, Kaffee, Wasser sowie alle Mahlzeiten und ein Snack am Nachmittag inbegriffen.


Die Tauchbasis wird von Ilona und Bart geführt und ist tadellos, auch Nitrox wird angeboten. Die Preise liegen bei USD 25 für den geführten, USD 21 für den ungeführten (Hausriff) Tauchgang, Nitrox USD 7/pro Füllung Aufpreis. Sichtweiten sind beschränkt, die Wassertemperaturen lagen im März bei rund 29°C und die Wracks sind toll bewachsen. Es ist ein Makrofotografie-Gebiet, also kein Großfisch weit und breit.

Highlight war der Besuch des Barrakuda Lakes, wo man durch atemberaubende Landschaften geschippert wird bis zu einer Bucht, wo man über schroffe Felsen klettern muss, um zum See zu gelangen - Equipment wird gegen ein geringes Trinkgeld getragen (super, sonst hätte ich den See nie gesehen). Genial ist natürlich auch, dass da Warmwasserschichten mit 39°C eingelagert sind. Insgesamt ein Ausflug, den man keinesfalls auslassen sollte.

Nach 1 Woche sind wir dann in Richtung Norden gezogen. Wir haben unser Quartier auf der Insel Mindoro in Puerto Galera im Hotel Atlantis aufgeschlagen. Gegen Sangat ein Kulturschock: eine Basis neben der anderen, ein Hotel, eine Bar neben dem anderen und viele, viele Amerikaner und Holländer und somit auch jede Menger philippinscher Mädchen auf Partnersuche.

Tauchen funktioniert hier per Tauchtag mit 5 x 45 Minuten tauchen, was die Amerikaner tatsächlich auch tun - auch wenn sie frieren wie die Schneider. Das Wasser hatte hier 23 °C (was wir nicht wussten und mit 3 mm-Anzügen unterwegs waren - es lebe das Reisebüro!!!), was uns etwas zurückhaltender sein ließ bei der Anzahl der Tauchgänge. Die Sicht war deswegen nicht besser, dafür mehr Weichkorallen und weniger Wracks. Es gab auch hier Nacktschnecken bis zum Abwinken, aber auch verschiedene Muränen, Geisterpfeifenfische, nur nix Großes.... (außer Tauchern natürlich). Der Tauchbetrieb funktioniert klaglos, es stehen sich die vielen Taucher nicht im Weg und begegnen einander auch kaum aufgrund der großen Zahl an Tauchplätzen. Nitrox wir auch hier angeboten mit einer Pauschale von USD 20/Tag oder USD 8/pro Füllung. Wenn man 5 x am Tag taucht, dann stimmt auch das Preis-, Leistungsverhältnis - aber für philippinische Verhältnisse auch nicht wirklich, denn die Nebenkosten sind sehr, sehr gering. Bier kostet hier 45 Pisos (71 Pisos = 1 Euro), T-Shirt 85 Pisos, Essen gehen zu Zweit 580 Pisos.


Nach ein bisserl Kopfschmerzen, wie wir zum Flughafen kommen sollten - es war ein Taifun angesagt - hat dann doch alles geklappt, weil der Taifun eine andere Richtung genommen hat. Nur wann und wie der Transport erfolgt, darum muss man sich selbst kümmern, auch um die Rückbestätigung der Tickets (auch hier: es lebe das Reisebüro und die diesbezüglichen Informationen!).

Also rein ins Boot, 1 Stunde übers Meer, 3 Stunden mit dem Bus nach Manila - es war der übliche Stau und eine Palmsonntagprozession von ca. 3 km, die uns die Fahrt etwas verlängert haben - dann noch 3 Stunden warten bis der Flieger geht und ab 9 Stunden nach Dubai.

Weil wir noch nicht genug von der Welt gesehen haben, haben wir mittels Stopover-Programm der Emirates uns auch noch 1 Tag Dubai zum Schnuppern gegeben. Vormittags selbst durch die Souks, nachmittags mittels Stadtführung nach Jumaira zum Burj al Arab, zu den vielen anderen Dingen, die man gesehen haben muss, um „mitreden zu können“, eine kurze Nacht im Hotel und wieder zum Flughafen - das ist Dubai in Kurzversion, die sich aber wirklich bezahlt gemacht hat!! Dieses Programm ist der Hammer und bestens organisiert, Kompliment an die Emirates!

Insgesamt war es ein traumhafter Urlaub, den wir nur weiter empfehlen können - nur die Leistungen des Reisebüros (ich schreibe absichtlich nicht welches, denn sonst muss ich wieder den gesamten Artikel umschreiben - ihr könnt mich aber gerne fragen!) waren schwach und beim nächsten Mal buche ich übers Internet, denn mehr hat das Reisebüro auch nicht gemacht. Transfers und Inlandsticket wurden von den beiden Hotels in Asien organisiert und das Stopover-Programm ist direkt bei Emirates buchbar. Vorsicht auch beim Buchen von Tauchpaketen - der Wechselkurs Dollar/Euro war recht interessant!


Letztes Update: 2006-09-03
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