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Koh Phangan 2006

(Autor: Sissi Lisy)

Diesmal wollten wir wissen, warum Millionen von Touristen nach Thailand fahren und haben uns nach kurzem Überlegen für eine kleine Insel im südchinesischen Meer entschieden. Also dann auf – mitten in der Nacht mit der AUA ab nach Bangkok. Das hat den Vorteil, dass man doch das eine oder andere Stündchen schlafend hinter sich bringt. Nach den Formalitäten am Airport tritt man dann hinaus und glaubt in einem Hallenbad zu sein. Es hat 38°C bei einer rel. Luftfeuchtigkeit von 85 %, aber damit war ja zu rechnen. Wir haben dann 1 ½ Tage Bangkok im Schnelldurchlauf gemacht, was natürlich viel zu wenig war. Wir haben uns auf die wichtigsten Kulturgüter wie Wat Arun, Königspalast; Klongs und die Einkaufsstrassen konzentriert und da war die Zeit auch schon wieder um und wir sind um 7.00 in der Früh in Richtung Koh Samui abgedüst. Mit Bimmelbussen geht es von der Landebahn zum Abfertigungsgebäude, ein total netter Empfang. Dann noch 2 Stunden warten bis es mit dem Katamaran hinüber nach Koh Phangan geht – war alles easy, nur die schweren Tauchrucksäcke haben wir verflucht, denn der Pier war ein Boot mit vielen Stiegen rauf und runter; der Gang in der Fähre zu schmal um mit dem Rucksack durchzufahren. Endlich auf Koh Phangan angekommen ging es mit einem offenen Taxi ans andere Ende der Insel zu unserer Bungalowanlage, die entzückend war.


Ausgepackt und am Strand angekommen ließen wir uns eine PADI 5*-Basis empfehlen, nämlich Lotus Divers (www.lotusdivers.com) – die hat ihre 5 Sterne tatsächlich verdient. Wir haben noch selten eine so gepflegte Basis mit so tollem Equipment gesehen. Die 9 (!) Guides waren zumindest Divemaster alle anderen gingen als Assistant Guides zusätzlich mit der Gruppe von max. 5 Tauchern und das alles zu Preisen, die man kaum glauben konnte. Ein 10er Paket kostet 9.900 Baht (45 Baht = 1 Euro) inkl. Equipment (10 % Nachlass bei eigenem Equipment), Guide, Transfer vom und zum Hotel, Essen, Snacks und Getränke an Bord. Pro Ausfahrt sind an die 3 Tauchgänge möglich.

Vor Koh Phangan war Tauchen eine Herausforderungen, .d.h. die Sichtweite betrug 1 m – ich habe endlich die Buddyleine, die ich seit Jahren mitführe, endlich ausprobieren können. Da ist die Sicht im Neufeldersee glasklar dagegen. Also sind wir nur noch nach Koh Tao und an die Felsen im offenen Meer gefahren – d.h. wir haben den ganzen Tag am Boot mit wunderschönen Tauchgängen verbracht. Die Sichtweiten sind leider um die Jahreszeit nicht besonders berauschend (sollen dagegen im September/Oktober genial sein), dafür ist es faszinierend, wie viel Fisch zu sehen ist. Wir hatten 1 Marlin, drehende Baracuda-Schwärme, riesige Drücker, jagende Makrelen, um nur einige Highlights zu nennen und natürlich jede Menge Nacktschnecken.


An den tauchfreien Tagen haben wir die Natur genossen, den Strand verunsichert oder ein Moped geborgt (200 Baht/Tag) und die Insel erkundet. Die Nebenkosten sind lächerlich gering – man kann problemlos zu Zweit richtig gut und viel um rund 300 Baat essen und trinken, Taxi von der Fähre zum Hotel kostet 100 Baht/Person. Bei Vollmond finden die berüchtigten Full Moon Parties statt, wo 20.000 Leute an einem Strand die Mega-Party ablassen – entsprechend rege ist der Fährverkehr (Tickets sichern!) und die Auslastung der Hotels. Auf Koh Phangan gibt es jede Menge Bungalowanlagen, wo 1 Bungalow/Nacht von 250 Baht aufwärts zu bekommen ist und so sind viele Rucksacktouristen unterwegs, nicht jedoch die Pauschal-All-In-Touristen und das macht die Insel so sympatisch.


14 wunderschöne und geruhsame Urlaubstage und 17 Tauchgänge später war leider der Urlaub vorbei und 26 Stunden Reise führten uns wieder ins kalte, aber Gott sei Dank schneefreie Wien zurück. Wir sind sicher, dahin wollen wir wieder!


Letztes Update: 2006-09-03
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