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Clubreise Brothers 2005

(Autor: Sissi Lisy)

Es war 1:30 und ich dachte schon, wir wären ganz alleine im Terminal 1, aber tapfer ganz alleine mit Corinna und vielen Gepäcksstücken, da stand auch Christian. Hat nicht lange gedauert, dann kamen immer mehr, die ich glaubte wiederzuerkennen – manche kamen auch getarnt: ohne Schnurrbart. Tatsächlich über kurz oder lang standen wir alle ordentlich in der Schlange, haben eingecheckt, den Tauchrucksäcken den Flughafen gezeigt, denn wir durften unser Gepäck quer durch die Halle zum Großgepäcksschalter bringen. Ein paar Drinks später saßen wir auch schon im Airbus A320 von Fly Nicki nach Hurghada. Da es zeitig in der Früh war, ging der Flug im Dämmerschlaf vorbei und wir waren auch schon in Hurghada gelandet.

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Da standen die Menschen an allen möglichen Schaltern Schlange. Jedoch ungewöhnlich flexibel wurden zusätzliche Schalter eröffnet und wir hatten es bald geschafft. Gepäck hatten dann auch alle, neben den üblichen Bier-Einkäufen im Duty free und los ging es zum Bus. Eingestellt auf 3 Stunden Fahrt in den Süden nach Ras Galib, waren wir ein wenig verwirrt, als der Fahrer uns unbedingt ins Hotel Merriott bringen wollte, was er Gott sei Dank auch getan hat, denn dort stand unsere Miss Veena.

Also rauf aufs Schiff und Sachen auspacken, Platzerl und Kisterl fürs Equipment finden... ein Stress kann ich euch sagen. Aber das haben wir auch geschafft und Gott sei Dank rechtzeitig, denn dann kam’s..... wir lagen den ganzen Tag im Hafen und haben uns an Bord gelangweilt d.h. das Reisebüro würde sagen akklimatisiert, denn niemand wollte in das sonnige Hurghada, komisch.

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Nächsten Tag zur Frühstückszeit hat dann unser Schiff abgelegt und juhu, es ging in Richtung Brothers – aber nicht weit, denn wir haben unseren Checkdive in der Nähe des Festlandes absolviert und haben beschlossen, direkt zu den Brothers zu fahren. Na super, schon wieder ein erlebnisreicher Tag an Bord...... Allerdings der Anblick der beiden kleinen Inseln am Abend ließ unser Herz ein wenig hüpfen, denn wir haben es geschafft – es geht kein wilder Wind, es sind keine hohen Wellen und... es steht außer uns kein einziges Boot da!!!! Gut, das hat nicht lange gehalten, aber es waren nie mehr als 3 Boote gleichzeitig da und damit gehörten wir sicher zu den privilegierten Tauchern an den Brothers.

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Der Early Morning Dive hat uns an die Nordspitze des großen Bruders geführt, wo wir gleich nach dem Reinspringen an der Numidia vorbeikommen sollten. Sollten war das richtige Wort, denn die 1er-Gruppe (wir waren die ersten die hineingesprungen sind), wurden von einer recht ansehnlichen Strömung am Riffdach über der Numidia verweht und wir haben das Wrack erst gar nicht gesehen, aber einen sensationell ruhigen und beschaulichen Tauchgang an einem wirklich tollen Riff erlebt. Michi und Martin haben den nächsten Tauchgang gleich wieder zum Wrack gemacht, es gesehen und wer Martin kennt, auch sensationelle Fotos gemacht – also haben wir das Wrack auch gesehen!

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Insgesamt hatten wir 4 Tauchgänge am großen Bruder inkl. einem weiteren Wrack, der Aida, jede Menge wunderschöner Korallen, vielen bunten Fischerln, Oktopussen und für die meisten sogar die sehnlich erwarteten Hammerhaie – und das alles ohne jede Strömung.

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Also ging es weiter zum little Brother, der das schönste Tauchgebiet in dieser Region darstellt. Das können wir nur bestätigen, denn die beiden Tauchgänge hier waren sicherlich ein Highlight – wiederum ohne Strömung, ohne Wellen, ohne Aufregung also!! Nachdem wir alles eingehend betrachtet haben, haben wir uns entschlossen, wieder Richtung Norden zu schippern, denn wir wollten auch das Panaroma Riff und die Salem Express sehen!

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In der Zwischenzeit haben wir auch gelernt, dass wir nicht mit nassen Füßen in den Salon dürfen, dass wir nicht eigenmächtig irgendwelche Leintücher nehmen dürfen und dass diese Schlafmützen den Roomboy in der Früh ihn beim Aufräumen der Kabinen stören .... jaja, der Mahmout (sprich Machmut) hätte lieber „Verbreiteangst“ heißen sollen ;-))

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Auf unsere Gesundheit hat man auch geschaut, denn die Softdrinks an Bord waren nie zu kalt (relativ oft nur lauwarm) und schon gar nicht zu süß (beim Kaffee würde man sagen ein Verlängerter)! Das Essen war nicht schlecht, aber weder von Qualität und Auswahl vergleichbar mit den übrigen Nile Sat-Schiffen.

Wir sind also das Rote Meer hinauf gefahren und haben Tauchgänge am Weg eingelegt, wo wir den Unterschied zu den Brothers vor Augen geführt bekommen haben. Auch hier war jede Menge Leben im Wasser – die „1er Gruppe“ hatte sogar Delfine beim Tauchen, auch war die Sicht sehr gut, aber die Schönheit des Riffes konnte nicht mithalten. Am Panoramariff ging es dann noch 2x ins Wasser und auch hier kann man sagen, dass es schon was hat, wenn man mit einem Safarischiff vor allen anderen Tagesausflüglern ankommt. Die Salem Express war dann wieder ein Highlight und Martin sind auch hier wieder tolle Aufnahmen gelungen. In der Zwischenzeit hatten sich einige von uns mit den Auswirkungen von Sonnenstichen bzw. Montezumas Rache (in diesem Fall wohl Ramses’ Rache) herumgeschlagen, aber waren in kurzer Zeit wieder fit zum nächsten Taucheinsatz!

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Weiter in Richtung Norden hatten wir dann schon Safaga, Makadi und schließlich Hurghada vor Augen und somit zunehmend schlechtere Sicht. Die „seven brothers“ waren dann schon eine recht trübe Sache, aber noch immer genug Fischerl für uns zu sehen und insgesamt auch nicht schlecht, auch nicht für den Nachttauchgang.

Achmed unser Tauchguide war sehr rührig und stets bemüht uns genau zu briefen, uns schöne Tauchplätze auszusuchen, uns bei der Route zu beraten – er war ein richtiger Profi, der wusste, worauf es ankommt!

Dann wurde es langsam ernst mit Ende der Tauchkreuzfahrt, denn am vorletzten Abend hatten wir den üblichen „Showabend“, dem der ganze gebratenen Truthahn die Show gestohlen hat. Am nächsten Tag hatte man uns 2 Tauchgänge angeboten, aber wir mussten um 13.30 von Bord, warum weiß keiner – aber war so. Also hatten die meisten von uns nur 1 wirklich schönen Tauchgang bei Disha, denn nicht jeder wollte das Wasser aus dem Rucksack laufen sehen. Naj, dass uns Mahmout während dieses Tauchganges die Handtücher und Bademäntel eingezogen hat mussten wir wegstecken, haben aber dafür von Tarek, dem Schiffseigner, ein T-Shirt bekommen!

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Das Hotel Roma war ein Hammer – Gemeindebauarchitektur mit trübem Pool und polnischem Restaurant.

Der Kellner an der Poolbar hält wahrscheinlich noch heute seine Füße ins kalte Wasser, denn unsere Herren haben ihn heißlaufen lassen – er ging für jedes Getränk extra ins Hotel – und wer unsere Herren kennt: er ging öfters. Nach dem Abendessen gab es dann im ganzen Hotel nur noch Fanta, kein Cola, kein Sprite.... am nächsten Tag zum Mittag nur noch lauwarmes Bier – wir haben die Hütte offenbar leergesoffen! Um 12.00 Uhr Check out, um 17.00 Uhr Abholung, um 20.00 Uhr Abflug, auch das haben wir glücklich geschafft. Im Flieger wäre dann beinahe ein Clubmitglied detoniert, als er für das Bier € 2,-- zahlen musste – ja, ja um den Preis halten zu können muss eben ein Billigflieger herhalten – oder die Kunden, das weiß ich jetzt nicht recht!

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Insgesamt war es lustig, denn die Taucher an Bord waren wie immer ein total nettes Team, mit dem man immer wieder gerne wegfährt. Die Tauchgänge waren super, das Tauchgebiet herrlich, die Bedingungen ein Traum – nur am Rundherum könnte unser Reisebüro noch etwas arbeiten, zumal wir Besseres von der Nile Sat Fleet kennen!

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Letztes Update: 2005-08-28
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